Freren braucht „zwei Tore Sieg“ - Kreisklassisten gleichzeitig in Papenburg

Thomas Stegemann weiß wie "Relegation" geht

Viel spannender kann ein Saisonfinale nicht laufen. Während Papenburg II und Grenzland Twist um den letzten Startplatz der »Möbel Wilken« Kreisliga kämpfen, hoffen gleichzeitig die SG Freren und der SV Wietmarschen auf den Einzug in die BL III - zwei packende „Finalspiele“! Pikant: Die Ansetzung ist nicht ideal, da - sollte Freren aufsteigen - das Spiel zwischen Papenburg und Grenzland obsolet wäre.

Papenburg II -:- Grenzland Twist, 19:30 Uhr

Verrückte Fußballstatuten! Während Twists Michele Schiavano nach einer Ampelkarte im Halbfinale nicht gesperrt wird, muss Papenburgs Marvin Albers nach seiner Notbremse in Lorup zusehen. Schon im Vorjahr hatte diese Regelung bei Raspo Lathens Nils Kröger für Verunsicherung gesorgt. Zum Sportlichen: Im Duell der Vizemeister der 1. Kreisklasse Nord und Mitte haben die Papenburger den Heimvorteil. Dies wurde bereits im Winter ausgelost und ist sicherlich ein Vorteil für die Elf von Murat Darilmaz. Schon gegen Kreisligist Lorup „fightete“ sich BWP zu einem knappen Sieg. Doch auch Grenzland unterstrich in den Duellen gegen Baccum seine Ambitionen und erzielte, angeführt von Marek Heyne und Michele Schiavano, vier Treffer im Halbfinale. Sollte es nach 90 Minuten keinen Sieger geben, würde es zunächst in die Verlängerung, dann ins Elfmeterschießen gehen. Schiri ist Alexander Herbers, der schon Oberliga-Erfahrung sammeln konnte.

SV Wietmarschen -:- SG Freren, 19:30 Uhr

Noch einen Platz gibt es in der Staffel der Bezirksliga III und auf diesen lauern die SG Freren und der SV Wietmarschen. Nach zwei gespielten Partien steht derweil fest: Der VfL Emslage ist aufgrund der negativen Tordifferenz „raus“. Somit hat Freren eine Resthoffung muss dafür aber klar, also mit zwei Toren Unterschied, gewinnen. Alle anderen Resultate hätten den Aufstieg des SVW zur Folge. Entsprechend gibt SG Coach Christian Freese die Marschroute vor: „Wir werden jetzt einfach mit voller Kapelle nach vorne spielen. Tore schießen können wir“. In der Tat stellte Freren mit 74 Treffern in der abgelaufenen Saison die zweitbeste Offensive der MW Kreisliga und hat mit Jan-Hendrik Wecks (26 Tore) einen echten Goalgetter in den eigenen Reihen. Doch Wietmarschen, das schon 2009 und 2016 die Relegation meisterte, genießt den Heimvorteil und hofft auf zahlreiche Unterstützung. Vor neun Jahren pilgerten über 2000 Fans in den heutigen „Peters Park“ zum entscheidenden Spiel gegen Meppen II. SVW-Trainer Marco Plickert will sich derweil nicht auf die gute Ausgangslage verlassen: „Wir werden nicht auf Unentschieden spielen, sondern wollen möglichst früh ein Tor schießen“. Geleitet wird die Partie von Oberliga-Schiri Tobias Stobbe.