Hessel: "Schade, dass wir uns für unseren Aufwand nicht belohnt haben"

Einen knappen aber verdienten Sieg fuhr der TuS Gildehaus im Kreispokalfinale beim gastgebenden SV Wietmarschen ein. Der Kreisliga-Tabellenführer aus der Obergrafschaft steht damit vor dem Gewinn des „Doubles“. Schon am kommenden Wochenende kann Gildehaus auch die Meisterschaft endgültig perfekt machen. „Verdienter Sieg! Aber ich fand Wietmarschen nicht viel schlechter, aber auch größtenteils durch Kampf. Unsere Spielanlage war am Ende besser und natürlich die Kaltschnäuzigkeit“, war TuS Co Trainer Patrik Sackbrook zufrieden.

Beide Teams gingen taktisch diszipliniert in das Finale und wollten möglichst Fehler vermeiden. Doch als in der 39. Minute die Abstimmung zwischen der Wietmarscher Abwehr und Torwart Thomas Stegemann überhaupt nicht passte, war Chris Wieking zur Stelle und nutzte das Missverständnis zur Führung der Gildehauser. Bis dato gab es vor knapp 1000 Zuschauern nur wenig Höhepunkte.

Nach dem Wechsel entwickelte sich eine intensive und mitunter „nickelige“ Partie zwischen den beiden Clubs. Schiri Buescher war einige Male gefordert und auch der Spielfluss litt unter den zahlreichen Fouls. Dennoch sahen die Zuschauer, die ihre Teams auf beiden Seiten anfeuerten, zahlreiche Chancen und gute Angriffe. In der 60. Minute hatte Wietmarschens Rene Mielcarek den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Versuch ging am Tor vorbei. Besser machte es da der TuS, der nur zwei Minuten später einen Foulelfmeter durch Kapitän Sven Brandt verwandelte. Während der SVW nun teils wütende Angriffe versuchte, verlagerte Gildehaus seine Offensivbemühungen auf das Kontern. Zudem zeigte TuS Torwart Yannik Dauwe eine starke Partie und war auch gegen Mielcareks zweite Großchance auf dem Posten.

„Wir haben das gar nicht so schlecht gemacht, sind aber leider durch einen individuellen Fehler ins Hintertreffen geraten“, ärgert sich SVW-Trainer Thomas Hessel über die Unachtsamkeit vor dem 0:1 und schiebt hinterher: „Wenn wir das 1:0 machen beziehungsweise auch die Chance zum 1:1 nutzen, läuft das Spiel vielleicht anders“. Die Gründe sind dann für Hessel schnell ausgemacht. „Die Gildehauser haben sich nach dem Spiel nicht umsonst bei Ihrem Torwart bedankt“, zollte er dem Gäste-Keeper Respekt. „Gildehaus hat im letzten Jahr eine Menge in der Bezirksliga gelernt und so haben die das auch abgezockt runtergespielt. Nach dem Elfmeter war die Sache dann klar, da es sehr schwer wird gegen diese Truppe dann was zu reißen. Schade, dass wir uns für unseren Aufwand nicht belohnt haben“, so Hessel, der mit seiner Mannschaft jedoch noch die Chance auf die Aufstiegs-Relegation haben wird, abschließend

Randnotiz: Im zuvor ausgetragenen Pokal der Ü 32-Kreispokals-Fußballer setzte sich der VfL Weiße Elf Nordhorn klar mit gegen Vorwärts Nordhorn durch.