Herzlakes Tzimas ist die coolste Sau - Geeste schafft noch die Relegation - Peiffer ist Torschützenkönig

Wow! Es wurde tatsächlich das Herzschlagfinale auf das die Liga gehofft hatte. Sowohl die Meisterschaft als auch der Abstieg wurde letztlich durch durch das Torverhältnis entschieden. Mehr Dramatik geht nicht.

Es dürfte die knappste Meisterschaftsentscheidung in der Geschichte der Kreisliga gewesen sein. Herzlake und Langen gingen vor dem Spiel punkt- und torgleich in das Fernduell um den Titel. Weil bei Punktgleichheit und gleicher Tordifferenz die mehr geschossenen Tore entscheiden, ging es um jeden Treffer. Die Spieler am Limit, die KEI App an ihrem absoluten Maximum! Was dann folgte, ist der Grund warum wir den Fußball so lieben. 

Meister-Wahnsinn im Fernduell

Sowohl der VfL Herzlake als auch der SV Langen spielten voll auf Sieg. Während beim VfL Emslage die Raming-Freesens ihre „Tormaschine“ anwarfen, wusste im Hasetal-Stadion der VfL zu antworten. „Die Zwischenergebnisse aus Emslage haben uns motiviert. Alle haben gekämpft bis zum Umfallen“, so Herzlakes Co-Trainer Marco Ostermann. Der erste Toralarm gehörte dann auch dem SVL, der schon früh durch Gerd Raming-Freesen traf. Doch während Emslage in der Folge die Partie offen hielt und weitere Gegentore vermied, schlug Herzlake zur Mitte der ersten Hälfte durch Lukas Forsting (20.) und Pato Middendorf (31.) zu. Doch auch Haren spielte mit und machte noch vor der Pause durch Tim Helds 14. Saisontor das Rennen wieder spannend.

Nach dem Wechsel sorgte Martin Raming-Freesen mit dem zweiten SVL-Tor (51.) für einen hauchzarten Vorsprung im Meisterduell. Doch weil Emslages Patrick Grote auch hier ein Anschlusstreffer (55.) gelang, wechselte „der Titel“ praktisch minütlich. Beispiel gefällig? Nach dem 1:2 des VfL Emslage war es erneut Martin Raming-Freesen, der mit seinem 29.(!) Saisontreffer auf 1:3 stellte und Langen in Front brachte (69.). Dieser Vorsprung stabilisierte sich sogar noch, weil Herzlake -praktisch zeitgleich, nämlich in der 70. Spielminute- den Harener Ausgleich durch Jonas Held hinnehmen musste. Doch als die Hoffnungen der Langener auf den ersten Kreisliga-Titel just zu wachsen schienen, meldete sich die Elf von Torsten Bünger zurück. Thomas Tzimas verwandelte den Strafstoß in der 71. Minute zur 3:2 Führung der Herzlaker. Als dann Alex Timpe für den VfL zum 4:2 nachlegte, hatte Büngers Elf die Hand an der Schale.

Allerdings rappelte die die KEI App nur wenig später erneut. Diesmal beim VfL Emslage, wo der dritte Raming-Freesen, Markus, in der 80. Minute mit dem 4:1 wieder seinen SVL in Front brachte. Und als Bruder Martin Raming-Freesen dann, vier Spielminuten vor dem Schlusspfiff, sogar sein drittes Tor erzielte, schien die Entscheidung zugunsten der Elf von Thomas Uwelius gefallen. Aber nichts da! Patrick Middendorf brachte seinen VfL in der Schlussminute -durch sein 26. Saisontor- wieder in Schlagdistanz. Herzlake warf nun alles nach vorne und bekam tatsächlich, nach einer Tätlichkeit von Harens Dirk Wessels, nochmals einen Elfmeter zugesprochen. Thomas Tzimas blieb abermals eiskalt und stellte auf 6:2 in der 95. Minute! „Das ist saugeil“, freute sich Co-Trainer Ostermann, der aber auch das nötige Glück einräumte. Fazit: Herzlake holt den Pott aufgrund der mehr geschossenen Tore. Glückwunsch, VfL!

Brögberns Remis  reicht nicht

Am Ende wurde die furiose Aufholjagd des SV Voran Brögbern nicht belohnt und die Elf muss in der kommenden Saison in der 1. Kreisklasse antreten. Voran begann gut, wehte die ersten Schwefinger Chance ab, drückte und hatte in der Folge die Chance zur Führung. Doch statt selbst zu jubeln, erzielten die Sportfreunde -wenige Minuten vor der Pause- durch Christoph Polke, der eine Unsicherheit ausnutzte, das Führungstor. Brögbern würde nun zwei Treffer benötigen und versuchte auch nach dem Wechsel alles um dies zu bewerkstelligen. Doch weil der Ausgleich durch Stefan Bekel erst spät fiel und Schwefingen in den Schlussminuten Paroli bot, reichte es nicht mehr zum ersehnten Siegtreffer, der die Relegation bedeutet hätte.

Geeste schafft den Sprung auf 13

Für die DJK war die Marschroute klar. Nur ein Sieg würde reichen, um das „Zwischenziel Relegationsplatz“ einzutüten. Entsprechend fokussiert und zielgerichtet agierte Geeste beim SV Alemannia Salzbergen. In einer engen Partie hatten die Gäste dann auch die besseren Chancen, doch ein Treffer gelang erst weit in der zweiten Hälfte. David Münch erzielte das Tor des Tages und ließ so die Hoffnung seiner DJK weiterleben. Im Relegations-Halbfinale muss Geeste nun am Sonntag gegen Olympia Laxten II ran.

Peiffer holt sich den Torkönig

Mit offenem Visier agierten der SV Lengerich sowie Sparta Werlte und boten ihren Fans so ein Torspektakel mit acht Treffern. Dabei dürfte sich besonders Spartas Angreifer Michael Peiffer über „die Lücken“ in der SVL-H Defensive gefreut haben. Peiffer erzielte seine Saisontore 30, 31, 32 und 33 und krallte sich damit verdient die Torjägerkanone vor David Brink mit 31 Buden. Glückwunsch!

Rest vom Schützenfest

Ein durchaus gerechtes Remis lieferten sich Eintracht Emmeln und BW Lorup im Saisonabschluss. Nach der Führung durch Metush Ibra gelang es BW, das insgesamt mehr Chancen hatte, die Partie zu drehen doch in der Schlussminute stellte Ibra auf 2:2. Mit dem 13. Saisonsieg, dank des 1:0-Erfolgs über den SV Union Meppen, konnte sich der TuS Aschendorf in den Endabrechnung Platz sieben perfekt machen und eine erfolgreiche Saison, in der man nie Gefahr lief in die Abstiegszone zu rutschen, abschließen. Ohne Elan verabschiedete sich Dalum aus der Kreisliga. Gegen den Pokalsieger aus Freren setzte es eine verdiente 3:1 Heimniederlage.

Tabelle Möbel Wilken Kreisliga
1. (1)
VfL Herzlake 30 53 68
2. (2)
SV Langen 30 53 68
3. (3)
VfL Emslage 30 23 56
4. (4)
Sparta Werlte 30 17 49
5. (5)
BW Lorup 30 4 48
6. (6)
SF Schwefingen 30 11 46
7. (7)
Aschendorf 30 -1 45
8. (8)
SG Freren 30 1 44
9. (10)
SV Lengerich 30 8 40
10. (9)
SVA Salzbergen 30 3 39
11. (11)
TuS Haren 30 -21 35
12. (12)
Emmeln 30 -27 34
13. (14)
Geeste 30 -20 29
14. (13)
Voran Brögbern 30 -27 29
15. (15)
SV Dalum 30 -28 24
16. (16)
Union Meppen 30 -49 15
Spielplan Für die nächsten 7 Tage